Presseberichte
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Frankfurter Rundschau – Das Schluchzen des Schlitzers
Am fünften Verhandlungstag gerät der Prozess gegen den Neonazi „Schlitzer“ aus Echzell vollends durcheinander: Zeugen und Angeklagter belasten sich gegenseitig und liefern zig widersprechende Versionen diverser Episoden rund um Drogenbesitz und Waffennarretei. Drogen und Waffen. Die beiden Anklagen, die die Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie gegen das Waffen- und Kriegswaffenkontrollgesetz beinhalten, sind vorerst abgehakt. Knapp 20 Zeugen waren geladen, ungefähr ein Drittel davon Polizisten. Einzelne Aussagen werden noch nachgeholt, etwa die eines Sachverständigen des LKA, der beurteilen soll, ob ein beim Angeklagten gefundener Lauf eines Maschinengewehrs in eine funktionsfähige Waffe hätte umgebaut werden können. Am Ende des fünften und bislang längsten Verhandlungstages des Prozesses am Gießener Landgericht gegen Patrick W.…
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Wetterauer Zeitung – Patrick Wolf will nicht zurück in die Wiesengasse
Viele Echzeller werden aufatmen: Patrick Wolf, Oberhaupt der rechtsradikalen Gruppierung »Old Brothers«, hat während seiner Verhandlung am Landgericht Gießen am Dienstag erklärt, dass er nicht in seine Hofreite in Gettenau zurückkehren möchte.Und auch eine zweite Bemerkung des Angeklagten sorgte für Aufsehen: Sein Tattoo-Studio ist offenbar mit einem Existenzgründungszuschuss von der Arbeitsagentur gefördert worden. Was laut deren Pressesprecher unumgänglich war. »Ich will da nicht mehr wohnen«, antwortete Wolf auf Nachfrage des Vorsitzenden Richters Dietwin Johannes Steinbach, was aus seinem Anwesen werden soll. Zu viel sei geredet und geschrieben worden, als dass es ihn hierhin zurückziehen würde. Er wolle stattdessen erst einmal zu seinen Eltern ziehen und vielleicht später »irgendwo was Neues…
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Wetterauer Zeitung – Idee der Wolf-Clique: »Zerballern wir die Karre«
Die Mauer sollte ohnehin eingerissen werden – so rechtfertigte Patrick Wolf vor dem Landgericht Gießen am Dienstag die 39 Einschusslöcher in einer Wand seiner Gettenauer Hofreite. Es war der mittlerweile fünfte Verhandlungstag gegen den »Schlitzer«. Seinen Spitznamen erhielt Wolf, weil er einen Ausländer niedergestochen haben soll. Vor dem Landgericht muss der 26-Jährige sich unter anderem wegen Drogendelikten, Körperverletzung, Volksverhetzung und Verstößen gegen das Waffengesetz verantworten. Für die Ermittler des Hessischen Landeskriminalamtes ist die besagte Wand eine wahre Fundgrube: Die Ermittler bargen vom großkalibrigen 44er-Magnumgeschoss über die eher exotische 7,62mm-Pistolenkugel bis hin zur 9mm-Maschinenpistolenpatrone eine durchaus beeindruckende Sammlung an Geschossresten aus den Löchern. Ein Fund, der zwei mögliche Schlüsse erlaubt: Patrick…
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Wetterauer Zeitung – Prozess gegen Patrick Wolf: Waffennarr ohne Waffen?
Das Waffenarsenal, das der Beschuldigte Patrick Wolf besessen haben soll, liest sich beeindruckend: eine Schrotflinte, ein Vorderschaftrepetiergewehr, besser bekannt als »Pump Gun«, einen Revolver Kaliber .44 Magnum, eine Pistole, eine Maschinenpistole und einen Schießkugelschreiber soll der 26-Jährige laut Anklageschrift besessen haben. Es sind insgesamt vier Fälle, in denen die Anklage dem Echzeller Patrick Wolf, auch bekannt als »Schlitzer«, Verstöße gegen das Waffengesetz und das Kriegswaffenkontrollgesetz vorwirft. Doch die Staatsanwaltschaft hat ein Problem: Die besagten Waffen sind nicht aufzufinden. Dem der rechten Szene zugeordneten Patrick Wolf wird seit vier Verhandlungstagen am Landgericht Gießen der Prozess gemacht. Es geht unter anderem um Drogendelikte, Körperverletzung, Volksverhetzung und um Verstöße gegen das Waffengesetz. Nachdem…
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Wetterauer Zeitung – Prozess gegen Wolf: Polizist mit Deckname »Kai« sagt aus
»Wenn er eine Bühne findet, dann nutzt er sie auch« – so schätzte ein Kriminaloberkommissar den vor Gericht stehenden Patrick Wolf ein. Und konnte kurz darauf erleben, wie richtig er damit lag: Der »Schlitzer« legte sich vor seiner 15-köpfigen Anhängerschaft im Publikum mächtig ins Zeug, befragte den Beamten persönlich, warf ihm und seinen Kollegen unsaubere Ermittlungen und Leichtgläubigkeit gegenüber denjenigen vor, die ihn in seinen Augen angeschwärzt hatten. Am Dienstag war der dritte Verhandlungstag gegen den Rechtsextremen Patrick Wolf. Die Staatsanwaltschaft legt dem 26-Jährigen unter anderem zahlreiche Drogendelikte zur Last, aber auch Verstöße gegen das Waffengesetz, Körperverletzung und Volksverhetzung. Wolf gefiel sich und seinem Publikum sichtlich in der Rolle des…
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Frankfurter Rundschau – Waffenreplika als Deko
Der Prozess gegen den Rechtsextremen Patrick W., genannt „Schlitzer“, nimmt immer absurdere Formen an. Am vierten Tag waren Waffen und Munition, die die Polizei bei ihm zuhauf gefunden hat, Thema vor Gericht. Manche stellen sich Blümchen oder Figürchen hin, um es heimelig zu haben. Andere verteilen Waffenreplika und Munition in ihrer Wohnung. Patrick W. zum Beispiel hat derlei Rüstzeug „als Deko rumstehen gehabt“, wie er am vierten Tag seines Prozesses am Gießener Landgericht einräumt. Am Mittwochmorgen hat er eingangs die Gelegenheit, sich zu den Verstößen gegen das Waffen- und Kriegswaffenkontrollgesetz zu äußern, die ihm angelastet werden. Zu den meisten Vorwürfen will er sich jedoch erst einlassen, wenn alle Zeugen in…
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Frankfurter Neue Presse – Für den „Schlitzer“ wird‘s ernst
Echzeller Neonazi steht wegen einer Vielzahl von Anklagepunkten vor dem Landgericht Gießen Verletzung des Kunsturheberrechts und Verstöße gegen das Waffen- sowie das Kriegswaffenkontrollgesetz zur Last. Wolf wird der rechten Szene zugeordnet, seinen Spitznamen »Schlitzer« erhielt er, weil er einen Ausländer niedergestochen haben soll. Der Prozess wird am 11. September fortgesetzt. Unter anderem wegen Drogenhandel, Volksverhetzung, Verstoß gegen das Waffengesetz und Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen muss sich seit gestern ein als „Schlitzer“ bekannter Neonazi aus Echzell vor dem Gießener Landgericht verantworten. Gefesselt an Händen und Füßen wurde der Echzeller, der zurzeit eine Bewährungsstrafe absitzt, gestern durch einen Seiteneingang unter dem Blitzlichtgewitter der Fotografen in den Gerichtssaal geführt. Nach kurzer Feststellung seiner…
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Wetterauer Zeitung – Zeuge: Amphetamin wie Erdnüsse serviert
Im Prozess gegen den »Schlitzer« am Landgericht Gießen beginnt die Verteidigungsstrategie des Angeklagten zu bröckeln. Patrick Wolf werden dort unter anderem zahlreiche Drogendelikte vorgeworfen, von denen der 26-jährige Betreiber eines Tätowierstudios bisher lediglich kleinere Geschäfte, vor allem für den Eigenkonsum, eingeräumt hatte. An großen Deals sei er jedoch nicht als Drahtzieher, sondern lediglich als Vermittler und Unterstützer beteiligt gewesen, hatte Wolf zu Prozessbeginn erklärt. Am zweiten Verhandlungstag hatte die siebte Strafkammer am Landgericht Gießen die mutmaßlichen Käufer als Zeugen vorgeladen. Insbesondere die Aussage eines 27-Jährigen aus Berstadt ließ Zweifel an der bisherigen Version des Angeklagten aufkommen. Der Zeuge gab an, im Zeitraum zwischen Dezember 2010 und Juni 2011 alle zehn…
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Mittelhessen Bote – Gegen das Vergessen
Der Echzeller Verein “Grätsche gegen Rechtsaussen e.V.” veranstaltet am 30. September eine Bildungsfahrt zur KZ-Gedenkstätte Buchenwald.Noch vor 20 Jahren fuhr beinahe jede Schule mit Ihren Klassen zu einer Gedenkstätte der Opfer des dritten Reichs Das hat sich in den letzten Jahren geändert. „Mit der Fahrt wollen wir nicht den Zeigefinger erheben sondern erinnern. In Buchenwald kann man eindringlich erleben wozu radikalisierte Menschen fähig sind“, erklärt Manfred Linss, der erste Vorsitzende des Vereins. Und das Thema ist aktueller denn je. „Die Anschläge der NSU zeigen, dass es auch in der heutigen aufgeklärten Gesellschaft Menschen gibt, die selbst vor Mord nicht zurückschrecken um Ihre radikalen menschenverachtenden Anschauungen durchzusetzen“.Neben einer Filmvorführung wird es…
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Wetterauer Zeitung – »Schlitzer« gibt Drogengeschäfte teilweise zu
»Drecksau.« Das geflüsterte Wort ist der einzig hörbare Ausdruck des Grauens und Entsetzens, das die Menschen im Zuschauerraum erfasst hat. In Saal 207 am Landgericht Gießen gibt Staatsanwältin Dr. Carina Heublein gerade eine konkrete Beschreibung dessen, was manche Menschen sich auf T-Shirts drucken oder sogar auf die Haut stechen lassen. Sie beschreibt ein Massengrab voller ausgemergelter Menschen, in das ein deutscher Soldat noch mehr Leichen mit Hilfe eines Baggers schiebt. Daneben steht ein weiterer Soldat, die rechte Hand zum Hitlergruß erhoben, mit der anderen hält er sein Glied und uriniert einem Toten in den Mund. In Handschellen vorgeführt Diese Vorlage fand die Polizei Anfang Juli 2011 bei einer Hausdurchsuchung in…























