Presseberichte
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Frankfurter Rundschau – Braune Volksbelustigung
Der Prozess gegen den als „Schlitzer“ bekannten Neonazi aus Echzell ist schon surreal genug. Jetzt wird er auch noch digital. Patrick W. muss sich wegen eines Youtube-Videos verantworten. Im Frühjahr 2010 hat er die braunen Faxen endgültig dicke. Soeben musste Werner S., aktiv in der Echzeller Initiative „Grätsche gegen Rechtsaußen“, erfahren, dass die Überwachungskamera an seinem Haus verstellt wurde. „Das war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte.“ Der Verdacht fällt auf den Nachbarn Patrick W. und dessen rechte Truppe „Old Brothers“. Als just am selben Abend wieder mal eine Party gegenüber tobt, schnappt sich S. eine Leiter und will seinerseits die Kamera an W.s Hofreite wegdrehen. Was dann…
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Frankfurter Neue Presse – Angeklagter streitet alles ab
Prozess gegen Neonazi aus Echzell wird vor Gießener Landgericht wegen weiterer Vergehen fortgesetzt Der Neonazi aus Echzell, der sich gelegentlich selber „der Schlitzer“ nennt, muss sich zurzeit unter anderem auch wegen versuchter schwerer Körperverletzung und der öffentlichen Zurschaustellung von verfassungsfeindlichen Symbolen vor dem Landgericht in Gießen verantworten. Beide Anklagepunkte stritt er vor der 7. Strafkammer rundweg ab. Nie habe er versucht, einen Menschen zu überfahren, so wie ihm das die Anklage vorwirft. Von dem in der Anklage beschriebenen Vorfall, nachdem er Anfang vergangenen Jahres den 16-jährigen Sohn der Nachbarfamilie mit seinem Auto zu überfahren versucht haben soll, wisse er nichts. Der Fall sei seines Erachtens von seinen Nachbarn vielmehr konstruiert…
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Wetterauer Zeitung – Keine Kriegswaffen bei Patrick Wolf gefunden
Ein kleiner Teilerfolg für Patrick Wolf: Am neunten Verhandlungstag gegen den Rechtsradikalen aus Gettenau hat ein Waffengutachter des Hessischen Landeskriminalamts ausgesagt, Wolf habe nicht gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verstoßen. Der Maschinengewehrlauf, den die Beamten bei einer Hausdurchsuchung im April 2011 in Wolfs Hofreite gefunden hatten, tauge nicht mehr zum Einsatz in einer so genannten Kriegswaffe, sagte der Experte am Dienstag. Seit Anfang August muss sich der »Schlitzer«, so Patrick Wolfs Spitzname, vor dem Landgericht Gießen verantworten. Die Staatsanwaltschaft legt dem Betreiber eines Tätowierstudios unter anderem Drogenhandel, Körperverletzung, gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr, Volksverhetzung und Verstöße gegen das Waffengesetz zur Last. Der Sachverständige für Schusswaffen hatte im September 2011 die bei Wolf…
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Wetterauer Zeitung -Geständnis: Kiloweise Drogen für den »Schlitzer« gekauft
Ja, er habe gedealt, ja, er habe auch Patrick Wolf mit Drogen beliefert, gestand der 23-jährige Angeklagte am Montag während seines Verfahrens am Gießener Landgericht. Noch ist der Prozess gegen den jungen Mann nicht abgeschlossen, am Freitag wird wohl das Urteil gesprochen. Der aus Weilmünster stammende Angeklagte räumte die Vorwürfe der Anklageschrift weitgehend ein, wonach er von Dezember 2010 bis Juni 2011 in 21 Fällen Amphetamine und in einem Fall Ecstasy in teilweise nicht unerheblichen Mengen erworben und in der Wetterau – unter anderem in Echzell und Büdingen – weiterverkauft haben soll. Die Drogen stammten teilweise aus dem Ausland, sagte der Angeklagte, der zugab als Zwischenhändler fungiert und den »Schlitzer«…
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Wetterauer Zeitung – »Schlitzer« zeigt dem Gericht seine Tattoos
Hakenkreuze, Adolf Hitler, SS-Totenkopf, Reichsadler und mehr – der Tätowierer Patrick Wolf hat seiner Kundschaft nahezu jedes Motiv der rechten Szene auf die Haut gemalt. Auch sein eigener Körper ist mit Motiven verziert, die nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft ein klarer Fall von Volksverhetzung sind. Am Montag, dem achten Prozesstag gegen den »Schlitzer« am Landgericht Gießen, ging es aber nicht nur um die Tätowierungen, sondern auch um einen angeblichen Versuch Wolfs, einen Nachbarsjungen zu verletzen. Patrick Wolf hatte im Tätowiergeschäft seine Nische gefunden – soviel ließ sich nach Beendigung des achten Prozesstages gegen den 26-jährigen Echzeller festhalten. Bei einer Hausdurchsuchung im Frühjahr 2011 hatten Polizeibeamte unter der Theke seines Düdelsheimer Tattoo-Studios…
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Frankfurter Rundschau – Hitler unter der Haut
Ein absurdes Leben im Abseits wird seziert: Am achten Prozesstag gegen den rechtsextremen „Schlitzer“ aus Echzell muss der sich wegen seiner Tattoos und Tätowier-Vorlagen vor dem Landgericht Gießen verantworten. Ein deutscher Soldat schiebt mit einem Bagger ausgemergelte Leichen in ein Massengrab, ein anderer Soldat reckt den Arm zum Hitlergruß und uriniert in den geöffneten Mund eines Toten. Aus dem Schlot eines Krematoriums steigt Rauch, in dem sich leidverzerrte Gesichter abzeichnen, daneben der Spruch: „Atomkraft? Nein danke!“ Nicht genug, dass jemand derartige Motive entwirft, wie sie in der Anklageschrift geschildert werden. Es gibt offenbar sogar Typen, die sich so etwas in die Haut stechen lassen. Und davon scheinen nicht wenige durch…
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Kreis Anzeiger – Echzeller weist jede Schuld von sich
Polizei findet in Tattoostudio verfassungswidrige Vorlagen „Reichsadler mit Hakenkreuz, Dolch mit Hakenkreuz, Doppelsigrune, Hitlerbildnis“ – knapp 100 Vorlagen hat die Polizei im Tattoostudio des Echzellers, der sich derzeit vor dem Gießener Landgericht verantworten muss, in einem Leitzordner gefunden. Das Verwenden verfassungswidriger Kennzeichen ist nur einer von etlichen Vorwürfen, die verhandelt werden. Unerlaubter Waffenbesitz und Drogenhandel im großen Stil sind andere. Den Besitz des Ordners bestreitet der 26-Jährige nicht, behauptet aber, „diesen persönlichen Karteikasten der Öffentlichkeit nicht zugänglich“ gemacht und sich deshalb „auch nicht strafbar gemacht“ zu haben. Wie so häufig in diesem Prozess, würdigte der Echzeller am Montag seine Angaben im Lichte des Strafgesetzbuches gleich selbst. Die rechte Gesinnung, für…
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Frankfurter Rundschau – Vergessene Kopfnuss
Das Verfahren wegen Körperverletzung gegen den Rechtsextremen Patrick W. wird eingestellt. Bei einer Jubiläumsfeier eines Vereins hatten seine „Old Brothers“ einen Türken krankenhausreif geschlagen. W. hat aber noch genügend anderes, für das er sich verantworten muss.Fest steht: Der SV Reichelsheim hat am Wochenende vom 6. bis 8. August 2010 seine 90-Jahrfeier zelebriert. Fest steht auch: Samstagnacht gab es dort eine Schlägerei, bei der einige „Old Brothers“ mitmischten. Und ein türkischer Familienvater hatte am Ende eine Nasenbeinfraktur, Blessuren und abgebrochene Zähne. Wer aber an der Prügelei beteiligt war, wer wen provoziert und wer zuerst zugeschlagen hat, wird nicht klar am siebten Verhandlungstag des Prozesses gegen Patrick W. am Landgericht Gießen. Das…
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Frankfurter Rundschau – Hakenkreuze und Glatzentreffen
Ein Hakenkreuz an einer Gartenhütte, ein anderes, gut sichtbar, an einem Trafo-Häuschen am Nidda-Radweg. Gerhard Salz von den Florstädter Grünen hat die Schmierereien fotografiert. Mit den Fotos leitet er am Samstagnachmittag im Bürgerhaus in Leidhecken die Diskussion über den „Umgang mit Rechten in Florstadt und Umgebung“ ein. Das Städtchen im Zentrum der Wetterau könnte die neue Heimat der rechtsextremen „Old Brothers“ werden könnte, nachdem deren Kopf Patrick W., der sich selbst „Schlitzer“ nennt, verhaftet wurde. W. muss sich derzeit vor dem Landgericht Gießen wegen sieben Anklagen verantworten, von Volksverhetzung bis Verstößen gegen das Betäubungsmittel- und das Waffengesetz. Seine Hofreite in Echzell, bislang das Zentrum der Aktivitäten der „Old Brothers“ ist…
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Wetterauer Zeitung – Prozess: Unter Duschköpfen im »Brausebad« gefeiert?
Am fünften Verhandlungstag gerät der Prozess gegen den Neonazi „Schlitzer“ aus Echzell vollends durcheinander: Zeugen und Angeklagter belasten sich gegenseitig und liefern zig widersprechende Versionen diverser Episoden rund um Drogenbesitz und Waffennarretei. Drogen und Waffen. Die beiden Anklagen, die die Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie gegen das Waffen- und Kriegswaffenkontrollgesetz beinhalten, sind vorerst abgehakt. Knapp 20 Zeugen waren geladen, ungefähr ein Drittel davon Polizisten. Einzelne Aussagen werden noch nachgeholt, etwa die eines Sachverständigen des LKA, der beurteilen soll, ob ein beim Angeklagten gefundener Lauf eines Maschinengewehrs in eine funktionsfähige Waffe hätte umgebaut werden können. Am Ende des fünften und bislang längsten Verhandlungstages des Prozesses am Gießener Landgericht gegen Patrick W.…




















