Presseberichte
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Frankfurter Rundschau – Rechtes Vergnügen
Im Prozess gegen den rechtsradikalen „Schlitzer“ Patrick W. werden frühere Urteile verlesen. Und so entsteht ein recht detailreiches Bild vom Freizeitverhalten des gemeinen Rechten zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Wer nicht dabei war, weiß schlechterdings nicht, wie sich Partys und sonstige Aktivitäten in Patrick W.s Hofreite gestalteten. Mittlerweile aber, nach elf Verhandlungstagen, mehreren Dutzend Zeugenaussagen und der Vorlage von Beweismitteln können sich auch Andersgesinnte ein Bild davon malen, womit sich die rechtsextreme Szene der Wetterau offenbar so vergnügt hat. Mit Drogen, vorzugsweise mit Amphetamin, aber auch mit Ecstasy, Kokain und Crystal Meth; mit Waffen und Ballereien im eigens dafür eingerichteten Schießraum; mit tätowierten Hakenkreuzen, SS-Parolen und KZ-Motiven; mit Musik, die,…
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Frankfurter Neue Presse – Sieben Jahre für den „Schlitzer“?
Sieben Jahre und vier Monate Haft hat die Staatsanwaltschaft für den als „Schlitzer“ bekannt gewordenen Rechtsradikalen Patrick W. aus Echzell gefordert. In ihrem fast zweistündigen Plädoyer stellte sie den 27-jährigen Echzeller als „arrogant, unbelehrbar und im Umgang mit den Behörden als uneinsichtig“ dar. Die Vielzahl seiner einschlägigen Vorstrafen ließe es nicht zu, trotz seiner Geständnisse am Ende des Verfahrens seine Straftaten als minderschwer einzustufen. Zwar seien von den 65 Anklagepunkten zu Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz 23 inzwischen fallengelassen worden. Doch die restlichen Verstöße gegen dieses Gesetz sowie gegen das Waffen- und Kriegswaffengesetz und die Vorwürfe wegen Beleidung und das öffentliche zur Schaustellen von verfassungsfeindlichen Symbolen reichte der Staatsanwältin, das hohe…
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Frankfurter Rundschau – Drogen, Waffen, Volksverhetzung
15 Tage wurde gegen den rechtsradikalen „Schlitzer“ verhandelt. Nun endlich scheint seine abstruse Existenz in Echzell öffentlich dargelegt. Anklage und Verteidigung gehen zu ihren Plädoyers über. Sieben Jahre Haft sind die Forderung der Staatsanwaltschaft. Nach 15 Verhandlungstagen, etwa sechzig Zeugenaussagen, der Vorlage etlicher Beweismittel und mehreren Einlassungen des Angeklagten hat die Staatsanwaltschaft am Montag „keinen Zweifel mehr“, dass Patrick W. die ihm in der Anklageschrift zur Last gelegten Taten auch begangen hat. Nachdem einige Verfahren der sieben für den Prozess am Landgericht Gießen zusammengefassten Anklagen eingestellt worden sind, bleiben am Ende der Hauptverhandlung noch drei große Komplexe übrig: Drogen, Waffen und politische Straftaten. Staatsanwältin Yvonne Vockert fordert eine Gesamtfreiheitsstrafe von…
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Wetterauer Zeitung – Patrick Wolf drohen über sieben Jahre Haft
Im Prozess gegen Patrick Wolf sind am Montag am Landgericht Gießen die Plädoyers gehalten worden. Die Staatsanwaltschaft will den 27-Jährigen wegen diverser Drogendelikte, Verstößen gegen das Waffenrecht, Volksverhetzung und Beleidigung für sieben Jahre und vier Monate hinter Gitter bringen In den 15 Verhandlungstagen, die der Prozess gegen Patrick Wolf mittlerweile andauert, hat sich der Angeklagte stark verändert. Aus dem anfangs so selbstsicheren jungen »Macher«, der sich auf rhetorische Duelle mit Richtern, Staatsanwälten und Zeugen einließ, ist ein stiller, ernsthafter Mann geworden. Das gab auch sein Rechtsanwalt Jürgen Häller in seinem Plädoyer zu bedenken. Es sei ein »Total-Crash«, den der Angeklagte im Zuge des Verfahrens erlitten habe. »Hier ist ein Kollateralschaden…
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NH24.de – Mehrjährige Haftstrafe für Neonazi gefordert
Im Prozess gegen einen Neonazi aus Echzell im hessischen Wetteraukreis hat die Anklage am Montag eine Haftstrafe von sieben Jahren und vier Monaten gefordert. Staatsanwältin Yvonne Vockert sah es nach dem Ende der Beweisaufnahme als erwiesen an, dass sich der 26-jährige Betreiber eines Tätowierstudios des mehrfachen Drogenhandels, der Volksverhetzung, der Beleidigung sowie Verstößen gegen das Waffenrecht und das Kriegswaffenkontrollgesetz schuldig gemacht hat. Die Verteidigung gab sich am 25. Verhandlungstag vor dem Landgericht Gießen entrüstet über das geforderte Strafmaß. Der Rechtsanwalt des Angeklagten, Jürgen Häller, erklärte in seinem Plädoyer, dass er eine niedrigere Freiheitsstrafe von vier Jahren und fünf Monaten für schuldangemessen halte. Dies gelte nicht nur, da sein Mandant sich…
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Kreis Anzeiger – Staatsanwaltschaft fordert über sieben Jahre Haft für Echzeller
Plädoyers dauern dreieinhalb Stunden – Urteil gegen 27-Jährigen wird am Montag erwartet „Abscheuliche rechtsradikale Gesinnung“: Dreieinhalb Stunden plädierten Staatsanwaltschaft und Verteidigung am Landgericht für ihre jeweilige Sicht der Dinge. Mit ihrem Antrag, einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren und vier Monaten, machte Staatsanwältin Yvonne Vockert den Verteidiger „fast sprachlos“. Jürgen Häller plädierte für „vier Jahre und fünf Monate allerhöchstens“. Seit Mitte August muss sich Jürgen Hällers Mandant, der in den vergangenen Jahren als Neonazi und Waffennarr von sich Reden gemacht hatte, vor der Siebten Strafkammer verantworten. Ihm werden vor allem Drogenhandel, Verstöße gegen das Waffengesetz und Volksverhetzung vorgeworfen. Die Drogengeschäfte und seine Affinität zu Waffen hält die Staatsanwältin für „gefährlich“, seine…
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Kreis Anzeiger – Gutachter: Eine narzisstische Persönlichkeit
Über Monate hinweg hat sich der Echzeller über „das dumme Geschwätz“ seiner früheren Freunde aufgeregt. Er hat ihre Zeugenaussagen auseinandergenommen und entlarven wollen, dass die, die sich „um mich geschart haben, wie die Motten ums Licht“, aus ihm „den großen Bösen machen, um selbst besser wegzukommen“. Jetzt hat der 27-Jährige selbst den Mund aufgemacht. Viel bringen wird ihm das nicht. Warum sich überhaupt so viele junge Menschen aus der Wetterau um den Mann gedrängt haben, weiß der psychiatrische Gutachter im Prozess am Landgericht: „Renitent, intelligent und immer vorne mit dabei.“ Seit Mitte August muss sich der Mann, der in den vergangenen Jahren als Neonazi und Waffennarr von sich Reden gemacht…
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Wetterauer Zeitung – Patrick Wolf »voll schuldfähig«
Am 14. Verhandlungstag gegen Patrick Wolf hat die Strafkammer am Landgericht Gießen die Beweisaufnahme beendet. Ein Schusswaffenexperte gab Auskunft über Wolfs Revolver und Maschinenpistole. Erstmals sprach Wolf detailliert über die Kunden bei seinen Drogengeschäften. Das psychiatrische Gutachten bescheinigt Wolf eine »narzisstische Persönlichkeit«. Der Prozess gegen Patrick Wolf neigt sich dem Ende entgegen. Von seinen Freunden und Verwandten, die zu Beginn des Prozesses noch zahlreich im Zuschauerraum vertreten waren, kam am Dienstag nur noch der Vater. Was der Angeklagte ausgesagt hat, werden die ehemaligen Freunde dennoch früher oder später erfahren. Staatsanwältin Yvonne Fockert schrieb fleißig mit, als Wolf detailliert über die knapp ein Dutzend Abnehmer berichtete, denen er Amphetamin, Crystal-Meth und…
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Mittelhessen Bote – Noch besteht Aufklärungsbedarf
{gallery width=150 height=100 alignment=left-float padding=4}pics/preisverleihungbfdt{/gallery}Auf dem rechten Auge blind: Spätestens mit der Aufdeckung der Zwickauer Terrorzelle wurde der Politik die Gefahr durch gewaltbereite Neonazis wieder gewahr, die von den Sicherheits- und Geheimdiensten des Bundes und der Länder wohl allzulange unterschätzt wurde. Im Wetteraukreis sorgte zuletzt der Prozess um den Kopf der rechtsextremen Vereinigung „Old Brothers“ für mediale Aufmerksamkeit. Die Beweisaufnahme im Prozess dokumentierte, dass auch in unserer Umgebung die Gefahr von rechts real ist. Eine Podiumsdiskussion im Büdinger Heuson-Museum bot zumindest Ansätze zum Umgang mit dem allgegenwärtigen Thema Rechtsextremismus. Wenn gleich sich auch hier zeigte, dass die Rechten an vielen Fronten kämpfen, auch an der juristischen. Für den Kreispressesprecher Andreas…
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Kreis Anzeiger – „Zeigen, dass die Demokratie wehrhaft ist“
Geblieben ist die Erinnerung an die johlende Menge. Willi Luh war am 9. November 1938 dabei, als ein Metzgergeselle zur Jagd auf eine Jüdin blies. Etwa 15 Menschen schlossen sich dem Metzger an und jagten die vierfache Mutter durch die Schlossgasse, bis schließlich ein Lehrer eingriff und die Frau in Schutzhaft nahm. Wenige Tage später verließen die verängstigten Juden, es waren damals etwa 150, Büdingen. Die meisten zogen in Richtung Frankfurt und später nach Amerika. „Sie fühlten sich mit Büdingen sehr verbunden.“ Der Ehrenvorsitzende des Büdinger Geschichtsvereins plädierte dafür, dass in der noch erhaltenen Synagoge eine Gedenkstätte eingerichtet werden sollte. Die Erlebnisse der Pogromnacht in Büdingen veranschaulichten, wie schnell sich…






















