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Kreis Anzeiger – Echzeller weist jede Schuld von sich
Polizei findet in Tattoostudio verfassungswidrige Vorlagen „Reichsadler mit Hakenkreuz, Dolch mit Hakenkreuz, Doppelsigrune, Hitlerbildnis“ – knapp 100 Vorlagen hat die Polizei im Tattoostudio des Echzellers, der sich derzeit vor dem Gießener Landgericht verantworten muss, in einem Leitzordner gefunden. Das Verwenden verfassungswidriger Kennzeichen ist nur einer von etlichen Vorwürfen, die verhandelt werden. Unerlaubter Waffenbesitz und Drogenhandel im großen Stil sind andere. Den Besitz des Ordners bestreitet der 26-Jährige nicht, behauptet aber, „diesen persönlichen Karteikasten der Öffentlichkeit nicht zugänglich“ gemacht und sich deshalb „auch nicht strafbar gemacht“ zu haben. Wie so häufig in diesem Prozess, würdigte der Echzeller am Montag seine Angaben im Lichte des Strafgesetzbuches gleich selbst. Die rechte Gesinnung, für…
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Frankfurter Rundschau – Vergessene Kopfnuss
Das Verfahren wegen Körperverletzung gegen den Rechtsextremen Patrick W. wird eingestellt. Bei einer Jubiläumsfeier eines Vereins hatten seine „Old Brothers“ einen Türken krankenhausreif geschlagen. W. hat aber noch genügend anderes, für das er sich verantworten muss.Fest steht: Der SV Reichelsheim hat am Wochenende vom 6. bis 8. August 2010 seine 90-Jahrfeier zelebriert. Fest steht auch: Samstagnacht gab es dort eine Schlägerei, bei der einige „Old Brothers“ mitmischten. Und ein türkischer Familienvater hatte am Ende eine Nasenbeinfraktur, Blessuren und abgebrochene Zähne. Wer aber an der Prügelei beteiligt war, wer wen provoziert und wer zuerst zugeschlagen hat, wird nicht klar am siebten Verhandlungstag des Prozesses gegen Patrick W. am Landgericht Gießen. Das…
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Frankfurter Rundschau – Hakenkreuze und Glatzentreffen
Ein Hakenkreuz an einer Gartenhütte, ein anderes, gut sichtbar, an einem Trafo-Häuschen am Nidda-Radweg. Gerhard Salz von den Florstädter Grünen hat die Schmierereien fotografiert. Mit den Fotos leitet er am Samstagnachmittag im Bürgerhaus in Leidhecken die Diskussion über den „Umgang mit Rechten in Florstadt und Umgebung“ ein. Das Städtchen im Zentrum der Wetterau könnte die neue Heimat der rechtsextremen „Old Brothers“ werden könnte, nachdem deren Kopf Patrick W., der sich selbst „Schlitzer“ nennt, verhaftet wurde. W. muss sich derzeit vor dem Landgericht Gießen wegen sieben Anklagen verantworten, von Volksverhetzung bis Verstößen gegen das Betäubungsmittel- und das Waffengesetz. Seine Hofreite in Echzell, bislang das Zentrum der Aktivitäten der „Old Brothers“ ist…
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Wetterauer Zeitung – Prozess: Unter Duschköpfen im »Brausebad« gefeiert?
Am fünften Verhandlungstag gerät der Prozess gegen den Neonazi „Schlitzer“ aus Echzell vollends durcheinander: Zeugen und Angeklagter belasten sich gegenseitig und liefern zig widersprechende Versionen diverser Episoden rund um Drogenbesitz und Waffennarretei. Drogen und Waffen. Die beiden Anklagen, die die Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie gegen das Waffen- und Kriegswaffenkontrollgesetz beinhalten, sind vorerst abgehakt. Knapp 20 Zeugen waren geladen, ungefähr ein Drittel davon Polizisten. Einzelne Aussagen werden noch nachgeholt, etwa die eines Sachverständigen des LKA, der beurteilen soll, ob ein beim Angeklagten gefundener Lauf eines Maschinengewehrs in eine funktionsfähige Waffe hätte umgebaut werden können. Am Ende des fünften und bislang längsten Verhandlungstages des Prozesses am Gießener Landgericht gegen Patrick W.…
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Frankfurter Rundschau – Das Schluchzen des Schlitzers
Am fünften Verhandlungstag gerät der Prozess gegen den Neonazi „Schlitzer“ aus Echzell vollends durcheinander: Zeugen und Angeklagter belasten sich gegenseitig und liefern zig widersprechende Versionen diverser Episoden rund um Drogenbesitz und Waffennarretei. Drogen und Waffen. Die beiden Anklagen, die die Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie gegen das Waffen- und Kriegswaffenkontrollgesetz beinhalten, sind vorerst abgehakt. Knapp 20 Zeugen waren geladen, ungefähr ein Drittel davon Polizisten. Einzelne Aussagen werden noch nachgeholt, etwa die eines Sachverständigen des LKA, der beurteilen soll, ob ein beim Angeklagten gefundener Lauf eines Maschinengewehrs in eine funktionsfähige Waffe hätte umgebaut werden können. Am Ende des fünften und bislang längsten Verhandlungstages des Prozesses am Gießener Landgericht gegen Patrick W.…
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Wetterauer Zeitung – Patrick Wolf will nicht zurück in die Wiesengasse
Viele Echzeller werden aufatmen: Patrick Wolf, Oberhaupt der rechtsradikalen Gruppierung »Old Brothers«, hat während seiner Verhandlung am Landgericht Gießen am Dienstag erklärt, dass er nicht in seine Hofreite in Gettenau zurückkehren möchte.Und auch eine zweite Bemerkung des Angeklagten sorgte für Aufsehen: Sein Tattoo-Studio ist offenbar mit einem Existenzgründungszuschuss von der Arbeitsagentur gefördert worden. Was laut deren Pressesprecher unumgänglich war. »Ich will da nicht mehr wohnen«, antwortete Wolf auf Nachfrage des Vorsitzenden Richters Dietwin Johannes Steinbach, was aus seinem Anwesen werden soll. Zu viel sei geredet und geschrieben worden, als dass es ihn hierhin zurückziehen würde. Er wolle stattdessen erst einmal zu seinen Eltern ziehen und vielleicht später »irgendwo was Neues…
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Wetterauer Zeitung – Idee der Wolf-Clique: »Zerballern wir die Karre«
Die Mauer sollte ohnehin eingerissen werden – so rechtfertigte Patrick Wolf vor dem Landgericht Gießen am Dienstag die 39 Einschusslöcher in einer Wand seiner Gettenauer Hofreite. Es war der mittlerweile fünfte Verhandlungstag gegen den »Schlitzer«. Seinen Spitznamen erhielt Wolf, weil er einen Ausländer niedergestochen haben soll. Vor dem Landgericht muss der 26-Jährige sich unter anderem wegen Drogendelikten, Körperverletzung, Volksverhetzung und Verstößen gegen das Waffengesetz verantworten. Für die Ermittler des Hessischen Landeskriminalamtes ist die besagte Wand eine wahre Fundgrube: Die Ermittler bargen vom großkalibrigen 44er-Magnumgeschoss über die eher exotische 7,62mm-Pistolenkugel bis hin zur 9mm-Maschinenpistolenpatrone eine durchaus beeindruckende Sammlung an Geschossresten aus den Löchern. Ein Fund, der zwei mögliche Schlüsse erlaubt: Patrick…
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Wetterauer Zeitung – Prozess gegen Patrick Wolf: Waffennarr ohne Waffen?
Das Waffenarsenal, das der Beschuldigte Patrick Wolf besessen haben soll, liest sich beeindruckend: eine Schrotflinte, ein Vorderschaftrepetiergewehr, besser bekannt als »Pump Gun«, einen Revolver Kaliber .44 Magnum, eine Pistole, eine Maschinenpistole und einen Schießkugelschreiber soll der 26-Jährige laut Anklageschrift besessen haben. Es sind insgesamt vier Fälle, in denen die Anklage dem Echzeller Patrick Wolf, auch bekannt als »Schlitzer«, Verstöße gegen das Waffengesetz und das Kriegswaffenkontrollgesetz vorwirft. Doch die Staatsanwaltschaft hat ein Problem: Die besagten Waffen sind nicht aufzufinden. Dem der rechten Szene zugeordneten Patrick Wolf wird seit vier Verhandlungstagen am Landgericht Gießen der Prozess gemacht. Es geht unter anderem um Drogendelikte, Körperverletzung, Volksverhetzung und um Verstöße gegen das Waffengesetz. Nachdem…
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Wetterauer Zeitung – Prozess gegen Wolf: Polizist mit Deckname »Kai« sagt aus
»Wenn er eine Bühne findet, dann nutzt er sie auch« – so schätzte ein Kriminaloberkommissar den vor Gericht stehenden Patrick Wolf ein. Und konnte kurz darauf erleben, wie richtig er damit lag: Der »Schlitzer« legte sich vor seiner 15-köpfigen Anhängerschaft im Publikum mächtig ins Zeug, befragte den Beamten persönlich, warf ihm und seinen Kollegen unsaubere Ermittlungen und Leichtgläubigkeit gegenüber denjenigen vor, die ihn in seinen Augen angeschwärzt hatten. Am Dienstag war der dritte Verhandlungstag gegen den Rechtsextremen Patrick Wolf. Die Staatsanwaltschaft legt dem 26-Jährigen unter anderem zahlreiche Drogendelikte zur Last, aber auch Verstöße gegen das Waffengesetz, Körperverletzung und Volksverhetzung. Wolf gefiel sich und seinem Publikum sichtlich in der Rolle des…
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Frankfurter Rundschau – Waffenreplika als Deko
Der Prozess gegen den Rechtsextremen Patrick W., genannt „Schlitzer“, nimmt immer absurdere Formen an. Am vierten Tag waren Waffen und Munition, die die Polizei bei ihm zuhauf gefunden hat, Thema vor Gericht. Manche stellen sich Blümchen oder Figürchen hin, um es heimelig zu haben. Andere verteilen Waffenreplika und Munition in ihrer Wohnung. Patrick W. zum Beispiel hat derlei Rüstzeug „als Deko rumstehen gehabt“, wie er am vierten Tag seines Prozesses am Gießener Landgericht einräumt. Am Mittwochmorgen hat er eingangs die Gelegenheit, sich zu den Verstößen gegen das Waffen- und Kriegswaffenkontrollgesetz zu äußern, die ihm angelastet werden. Zu den meisten Vorwürfen will er sich jedoch erst einlassen, wenn alle Zeugen in…






















