HR Online – Mahnwachen für Opfer rechten Terrors
Rund 300 Menschen haben am Sonntag in Mittelhessen der Opfer des rechten Terrors gedacht. Zeitgleich zündeten sie in Echzell, Wetzlar und anderen Orten Kerzen an.
Die größte Gedenkveranstaltung mit mehr als 100 Teilnehmern fand in Echzell (Wetterau) statt. Dort lebt seit einiger Zeit ein Rechtsextremer, wegen ihm hatte sich ein breites Bündnis gegen Rechts gebildet. Die Wetterau sei, so hieß es, immer noch eine rechtsextreme Hochburg in Hessen.
Auch in Florstadt, Butzbach, Friedberg und Wetzlar zündeten Bürger zeitgleich um 17 Uhr am Sonntag Kerzen an. In Wetzlar hatten sich in den vergangenen Jahren immer wieder rechtsextreme Gruppen getroffen. Dort war auch ein Brandanschlag auf das Haus eines Kirchenmitarbeiters verübt worden.
Zeichen gegen Rechtsextremismus
Die Demonstranten wollten mit den Mahnwachen – nach der jüngsten bundesweiten Neonazi-Mordserie – ein Zeichen für Frieden, Demokratie und gegen Rechtsextremismus setzen. Gleichzeitig gedachten die Demonstranten der über 180 Menschen, die ihren Angaben zufolge seit 1990 in Deutschland durch Neonazis ermordet wurden.
Die Initiative für die Aktion an mehreren Orten ging von Organisationen wie der antifaschistischen Bildungsinitiative, der Echzeller Grätsche gegen Rechts und dem Butzbacher Bündnis für Demokratie und Toleranz aus.
© Hessischer Rundfunk 2011
*Um den Pressebericht ansehen zu können muss der Adobe Reader auf Ihrem System installiert sein.


