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Wetterauer Zeitung – Thema Wiesengasse »Wieso greifen die Behörden nicht ein?«
(pm/dab). »Wie lange soll es in der Wiesengasse noch so weitergehen, bis hier tatsächlich eingegriffen wird?«, fragt der Verein »Grätsche gegen Rechtsaußen« in einer Pressemitteilung. Grund dafür ist ein WZ-Artikel vom 12. Oktober 2010 (»Nachbarschaftsstreit beschäftigt nun auch RP«), der die Kamera-Überwachung in besagter Straße in Gettenau thematisiert. Nachdem Anfang Juli ein Video im Internet aufgetaucht war, das eine gewalttätige Auseinandersetzung zwischen zwei Nachbarn zeigt, hat sich das Regierungspräsidium in Darmstadt eingeschaltet. Auslöser waren, so die Auskunft der Behörde, zwei Beschwerden, die gegen beide Nachbarn eingegangen sind: Sie sollen den öffentlichen Raum überwachen, lautet der Vorwurf, was Privatpersonen aber verboten ist. Manfred Linss, Vize-Vorsitzender von »Grätsche gegen Rechtsaußen«, betont in…
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Wetterauer Zeitung – Florstadt tritt »Grätsche gegen Rechtsaußen« bei
Gemeinsamer Antrag aller Fraktionen: »Wir als demokratische Parteien lehnen extreme Gruppierungen ab« (chh/dab). Beim Antrag der GrünenFraktion, die Stadt solle beim Echzeller Verein »Grätsche gegen Rechtsaußen« Mitglied werden, herrschte unter den Fraktionen eine so große Einigung, dass sie vor der Parlamentssitzung beschlossen, den Antrag gemeinsam vorzubringen. »Das ist ein Signal. So etwas, was in Echzell passiert, wollen wir nicht«, sagte Gerhard Salz für die Grünen mit Blick auf eine rechtsextreme Gruppierung, die in Gettenau aktiv ist. Auch der SPD-Vorsitzende Stefan Lux warb für die Mitgliedschaft im Verein »Grätsche gegen Rechtsaußen«: »Wir als demokratische Parteien lehnen so etwas wie in Echzell ab.« Das Votum fiel einstimmig aus. Vertrag mit Verlag läuft…
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Frankfurter Rundschau – Vergasung als Partygag
Von Julia Müller Zwischen römischen Zeichen und Wikingersymbolen hat Patrick W. auf dem Oberarm eine „88“ tätowiert. Im braunen Zahlencode steht das für „Heil Hitler“. In seinem Nacken blitzt ein „C18“ hervor. Es ist das Zeichen der neonazistisch-terroristischen Gruppierung „Combat 18“ (Kampf Adolf Hitler), die gewillt ist, politische Gegner auch mit Gewalt zu bekämpfen. „Ich habe noch viel Schlimmeres tätowiert. Das hat aber nach außen hin niemand zu sehen“, sagt der 24-Jährige und lacht. Das tut er im Gespräch immer dann, wenn ihn seine eigenen Aussagen amüsieren oder er mehr von sich preisgibt, als er geplant hat. An seinem Hoftor in Echzell (Wetterau) pappt ein Sticker seiner Gruppe mit dem…
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Wetterauer Zeitung – Unterstützung für Echzell oder alles nur Schau?
SPD wundert sich, warum die CDU gemeinsamen Antrag für »Grätsche«-Beitritt nicht mittragen will (en). Die Fraktionen der SPD, der FWG und der Grünen haben zur nächsten Sitzung der Gemeindevertretung (am kommenden Montag) einen gemeinsamen Antrag eingebracht: Die Gemeinde Wölfersheim möge Mitglied im Echzeller Verein »Grätsche gegen Rechtsaußen« werden.Vor allem die SPD wundert sich, warum die CDU nicht zum Mitmachen zu bewegen ist. Begründet wird der Antrag damit, dass Wölfersheim selbst unliebsame Erfahrungen mit »intoleranten rechten Aktivitäten« gemacht habe und noch immer drei NPD-Vertreter im Gemeindeparlament »klammheimlich den Rechtspopulismus schüren«. Man wolle, so SPD-Fraktionschef Karl Ernst Pulkert, die Bestrebungen der Nachbargemeinden für gewaltfreien demokratischen Umgang miteinander gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in…
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Wetterauer Zeitung – Nachbarschaftsstreit beschäftigt nun auch RP
Regierungspräsidium geht Beschwerden nach: Zwei Anwohner der Wiesengasse überwachen vermutlich die Strasse (dab). Seit Anfang Juli ein Video im Internet aufgetaucht ist, das eine gewalttätige Auseinandersetzung zwischen Nachbarn in der Wiesengasse zeigt, beschäftigt sich auch das Regierungspräsidium in Darmstadt mit dem Vorfall. Denn das Video ist offenkundig mit einer Kamera aufgenommen worden, mit der einer der beiden Nachbarn nicht nur seinen eigenen Hauseingang beobachtet, sondern die komplette Straße. Das Problem dabei: Die Überwachung des öffentlichen Raums ist Privatpersonen verboten. »Die Straße ist ein öffentlicher Raum, in dem sich jeder frei bewegen können soll«, erklärte Renate Hillenbrand-Beck von der Abteilung Datenschutz beim Regierungspräsidium auf WZ-Nachfrage. Nur die Polizei dürfe den öffentlichen…
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Haben wir aus der Geschichte gelernt?
Leserbrief zu: 58-Jähriger von Rechtsextremen angegriffen, Wetterauer Zeitung vom 8. Juli 2010 Martin Niemöller, ev. Geistlicher und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, sagte im Rückblick auf die schrecklichen Ereignisse des 3. Reiches: „Als sie die Juden holten, habe ich nicht protestiert, denn ich war ja Christ… als sie die Sozialdemokraten holten, da habe ich auch nicht protestiert, denn ich war ja kein Sozialdemokrat… als sie die Katholiken holten, habe ich nicht protestiert, denn ich war ja Protestant… als sie mich holten, war niemand mehr da der protestieren konnte!“ Doch halt, es geht nicht nur um die Vergangenheit – heute versucht der braune Mob immer wieder Fuß zu fassen-, bei uns! In…
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Leserbrief an die Wetterauer Zeitung
zu: WZ Nachbarschaftsstreit beschäftigt nun auch RP vom 12. Oktober 2010 Dass die Wiesengasse in Echzell schon seit über einem Jahr „überwacht“ wird und nicht erst seit dem Video Anfang Juli im Internet, ist den polizeilichen Behörden durchaus auch bekannt. Wobei hier statt überwacht auch eher der Begriff „überwacht und kontrolliert“ zu verwenden ist. Denn es ist eine Person, die der rechten Szene nachweislich zuzuordnen ist, die dies tut. Nun, und der andere Nachbar überwacht sein eigenes Haus und dessen Eingang weil er berechtigterweise Angst hat und sich außerdem bedroht fühlt. Wer die Ereignisse in der Wiesengasse in der Vergangenheit verfolgt, hat kann das sicherlich nachvollziehen … Dass der Artikel…
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Frankfurter Neue Presse – Jetzt grätscht ein Verein gegen Rechts Echzell
22 Gründungsmitglieder riefen jetzt in Echzell den Verein zur Förderung demokratischen Bewusstseins «Grätsche gegen Rechtsaußen» ins Leben. Vorausgegangen war eine Bürgerinitiative gleichen Namens, die sich im Herbst 2009 organisierte, als sich rechtsextreme Übergriffe einer bekannten Neonazi-Gruppierung ausbreiteten. Der Verein will Bildungs- und Freizeitangebote schaffen, Aufklärungsarbeit leisten und den Dialog zwischen Bürgern, aber auch zwischen Wetterauer Gemeinden herstellen und fördern. Daher kamen zahlreiche Bürger aus umliegenden Gemeinden, um ihre Unterstützung zu demonstrieren. Der Fokus liegt auf der Vernetzung Wetterauer Bündnisse, Parlamente und Bürger, um sich verstärkende rechtsextreme Tendenzen zu verhindern. Unter http://www.graetsche-gegen-rechtsaussen.de lassen sich Infos und der Mitgliedsantrag finden. © 2010 Frankfurter Neue Presse
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Wetterauer Zeitung – Bürgerinitiative nun Verein gegen Rechts
Von 22 Mitgliedern ins Leben gerufen — Ziel: Demokratisches Miteinander fördern (pm/dab). Von der Bürgerinitiative zum Verein: Am Montag ist in Gettenau der »Verein zur Förderung demkratischen Bewusstseins – Grätsche gegen Rechtsaußen« von 22 Gründungsmitgliedern ins Leben gerufen worden.Vorsitzende ist Olivia Bickerle, ihr Stellvertreter Manfred Linss. Das teilte der Verein jetzt per Pressemeldung mit. Vorausgegangen war eine Bürgerinitiative gleichen Namens. Sie hatte sich im Herbst 2009 organisiert, »als sich rechtsextreme Übergriffe und Provokationen einer wetterauweit bekannten Neonazi-Gruppierung in Schnell ausbreiteten, so der Verein weiter »Diese rassistisch motivierten und gewalttätigen Tendenzen sind seitdem ständiges Thema in der Dorfgemeinsehaft Echzells, werden aber oft noch nicht als das gesehen, was sie sind, vor…
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Einladung zur Gründungsversammlung des Vereins – Grätsche gegen Rechtsaußen
Verein zur Förderung demokratischen Bewusstseins am Montag den 4. Oktober 2010 um 19:30 Uhr im „Stern“, in 61209 Echzell / Gettenau, Ringstraße 7 Tagesordnung:1. Begrüßung Olivia Bickerle / Manfred Linss 2. Vorstellung der Satzung des Vereins Kurt Rühl 3. Wahl des Vereinsvorstandes 4. Festlegung weitere Funktionen und Aufgaben 5. Verschiedenes Moderation und Leitung der Versammlung: Olivia Bickerle und Manfred Linss Schriftführer: Kurt Rühl Während der Versammlung liegt eine Liste aus in der sich die „Gründungsmitglieder“ eintragen können. NAZIS HABEN KEINEN ZUTRITT Die VeranstalterInnen behalten sich vor von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die der rechten Szene zuzuordnen sind oder in der Vergangenheit durch rechte Äußerungen aufgefallen sind, den Zutritt…





















